Das Problem Zähneknirschen - Ursachen, Symptome und die besten Behandlungsalternativen (Invisalign)

Team SmileClubKöln

10 Juni 2019
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Das Zähneknirschen ist von vielen ein stetiger Begleiter. Viele wissen jedoch nichts von der Angewohnheit und schaden ihren Zähnen dadurch enorm. Woher kommt das Zähneknirschen überhaupt, was hat es für Folgen und wie kann man es am besten behandeln?

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Zähneknirschen als Stressbewältigung? - fatale Folgen und unschöne Symptome

Beim Zähneknirschen werden die Kaumuskeln angespannt, sodass die Kieferhälften kräftig aufeinander drücken. Der Druck. der dabei auf die Zähne ausgeübt wird, kann dabei so groß werden, dass er mehr als dem Zehnfachen des normalen Kaudrucks entspricht. Diese hohe Belastung kann auf Dauer die Zahnsubstanz enorm beschädigen.

Die Ursachen - viele verschiedene Ansätze

Die Ursachen für Zähneknirschen sind noch nicht genau bekannt. Es gibt viele verschiedene Ansätze, die dieses Verhalten erklären könnten. Zum einen wird das Zähneknirschen als Stressbewältigung angesehen. Die Betroffenen knirschen dabei häufig im Schlaf, wenn das Bewusstsein völlig ausgeschaltet ist und seelische Probleme verarbeitet werden oder bei sehr starker, geistiger Anspannung.

Eine weitere Ursache kann eine Unter-und Oberkiefer Fehlstellung sein, die die Harmonie des gesamten Bewegungs- und Stützapparates stört. Diese Fehlstellung kann sich in Form von Kieferschmerzen oder Zähneknirschen äußern. Aber auch ein orthopädisches Problem der Kiefergelenke kann dahinterstecken. Weitere mögliche Ursachen sind schiefe Zähne, Alkohol oder bestimmte Medikamente aber, auch ein schlecht sitzender Zahnersatz kann für das Knirschen verantwortlich sein. In vielen Fällen ist das Zähneknirschen aber einfach eine schlechte Angewohnheit, die abtrainiert werden kann.

  • Stress ist die Hauptursache für Zähneknirschen
  • Eine Kieferfehlstellung oder schlecht sitzender Zahnersatz kann auch zum Knirschen führen

Die Symptome - angespanntes Knirschen der Zähne und die Folgesymptome

Die Symptome bei Zähneknirschen sind relativ einseitig. Die Zähne werden mit einem hohen Druck aufeinander gepresst, wodurch häufig ein knirschendes Geräusch entsteht. Da als Hauptursache die Stressbewältigung im Vordergrund steht, geschieht das Knirschen häufig nachts und der Betroffene bekommt seine Angewohnheit gar nicht mit.

Das Zähneknirschen hat einige Folgesymptome, die bei nächtlichem Knirschen häufig am nächsten Tag erst wahrgenommen werden. Hierzu zählen Kiefer- und Kopfschmerzen, Druck auf den Ohren bis hin zum Tinnitus, Nackenschmerzen, eine verspannte Kiefermuskulatur und ein Gefühl der Benommenheit.

Fallen diese Folgesymptome öfter auf, sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, da dieser typische Anzeichen, wie abgekaute Zähne, vergrößerte Kaumuskulatur und Abdrücke der Zähne in Wangen und Zunge gut erkennen kann.

  • Das Knirschen ist das eigentliche Symptom, wird aber von vielen nicht wahrgenommen
  • Die Folgesymptome werden von Betroffenen zuerst wahrgenommen
  • Kopfschmerzen, Tinnitus und Nackenschmerzen sind nur einige Symptome

Die Folgen - Zahnabnutzung, Kieferprobleme & die Auswirkung auf den gesamten Körper

Die Folgen des Zähneknirschens können auf Dauer fatal werden. Bereits bei leichtem Knirschen werden die Zähne einer Überbeanspruchung ausgesetzt und es entstehen Abschleifspuren. Bei fortfahrendem Knirschen, können Zahnschmerzen auftreten, die Zähne verformen sich, und können sogar locker werden und ausfallen.

Aber nicht nur die Zähne leiden unter der Angewohnheit. Die Kiefergelenke können sich als Folge des Zähneknirschens schmerzhaft verändern. Die Gelenkscheiben könnten verrutschen und dazu führen, dass sich der Mund nicht mehr richtig öffnen lässt. Zudem kann es zu starken muskulären Verspannungen im Hals und Nacken Bereich kommen oder aber zu Kopfschmerzen, Muskelkater oder einem Tinnitus.

In besonders schweren Fällen ist der Zahnschmelz durch den vielen Druck so abgenutzt, dass das gelbliche Zahnbein unter dem Schmelz hervor scheint. Dies ist eine ernst zunehmende Beeinträchtigung, da die Zähne extrem schmerzempfindlich werden und das Kauen fast unmöglich erscheint.

  • Zahnabnutzung bis hin zu lockeren und ausfallenden Zähnen
  • Überbeanspruchung der Kiefermuskulatur
  • Kiefergelenkprobleme

Zähneknirschen bei Kindern und Säuglingen - Gewohnheit kann zur Gefahr werden

Das Zähneknirschen bei Kindern und Säuglingen ist nicht selten. Rund 14 bis 18 Prozent der Kinder leiden unter Zahn knirschen, auch Bruxismus genannt. Babys fangen häufig mit den Geräuschen an, während die Milchzähne wachsen. In diesem Alter ist es aber deutlich weniger fatal, als bei Erwachsenen. Die Kinder pressen ihre Zähne aufeinander, um den Schmerz, der beim Wachsen der Zähne entsteht zu lindern. Durch den Druck 'schleifen' die Kinder ihre Zähne aufeinander ein und probieren aus, was sie mit ihren neuen Zähnen alles machen können.

Sind die Milchzähne aber erst einmal ausgefallen und die ersten bleibenden Zähne erscheinen, sollte das Knirschen auch bei Kindern nicht mehr in Erscheinung treten. Ab dem Alter von etwa sechs Jahren, schädigen die Kinder mit dem Knirschen genau wie Erwachsene ihre bleibenden Zähne und können diese für immer verändern. Das Knirschen sollte von den Eltern genau beobachtet und bei dauerhaftem Erscheinen unterbunden werden.

  • Zähneknirschen ist bei Babys weniger schlimm, als bei älteren Kindern
  • sobald die bleibenden Zähne vorhanden sind, sollte das Knirschen eingestellt werden

    Behandlungsmethoden - Schienen und Entspannung gegen das Zähneknirschen

    Für das Problem Zähneknirschen gibt es verschiedene Behandlungsansätze. Die wohl am weitesten verbreitetste ist die Knirschschiene, die die Betroffenen vom Knirschen abhält. Dies heilt den Broxismus jedoch nicht, sondern vermeidet ihn nur. Die weiteren Behandlungsansätze haben wir hier zusammengefasst!

    Behandlung mit einer Knirschschiene - effektiv und nützlich

    Die Behandlung mit einer Knirschschiene ist der Standard bei Zähneknirschen. Die Schienen sind individuell auf das Gebiss angepasst und bedecken den gesamten Ober- und Unterkiefer. Sie sorgen für den Schutz der Zähne und bringen den gesamten Kiefer in eine entspannte Position. Es gibt verschiedene Arten von Schienen.

    Die erste ist die Okklusionsschiene, die für eine dauerhafte Therapie gedacht ist. Die Schiene ist etwa 2,5 Millimeter dick und besteht aus hartem Kunststoff. Mithilfe eines Abdruckes wird die Schiene individuell für jeden Patienten gefertigt. Die Schiene vermindert die nächtliche Muskelaktivität und somit das Knirschen. Die Schiene heilt den Bruxismus jedoch nicht, sondern unterbindet ihn nur.

    Die nächste Art ist die Miniplastschiene, die für die kurze Ersttherapie gedacht ist. Sie wird aus dünnen Kunststofffolien gefertigt und soll bei einer Fehlregulation der Kiefergelenke helfend entgegenwirken.

    Die letzte Art, ist die Entspannungsschiene, die ebenfalls für eine längerfristige Behandlung ausgelegt ist. Sie lockert den Kiefer und kontrolliert diesen, zudem entspannt die Schiene die Muskeln in Hals, Nacken und in den Schultern. Die Schiene wird individuell gefertigt und kann ja nach Auftreten des Knirschens Nachts aber auch tagsüber getragen werden.

    • Knirschschienen sind die beliebteste Behandlungsmethode
    • es gibt verschiedene Arten, die für die Kurz- oder Langzeitbehandlung vorgesehen sind

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      Das Knirschen abtrainieren - Selbstbeobachtung und gezielte Entspannungsübungen

      Das Abtrainieren ist eine ebenfalls wirksame Methode, um das Zähneknirschen in den Griff zu bekommen. Eine Methode ist hierbei das Biofeedback. Die Methode stützt sich auf die Annahme, dass unbewusst ablaufende Prozesse bewusst gemacht werden müssen, um diese kontrollieren zu können. Während dem Schlaf tragen die Betroffenen daher Elektroden am Körper, um bei einer zu starken Kontraktion des Kiefers eine akustische Rückmeldung in Form eines Alarms zu erhalten und auf das Zähneknirschen aufmerksam zu werden.

      Aber auch hier gibt es noch weitere Methoden, um dem Zähneknirschen selbst entgegenzuwirken. Eine weitere sind Entspannungsmethoden gegen Stress zu erlernen. Sollte der Stress im Alltag oder im Beruf der Auslöser für das Knirschen sein, können Methoden zum Stressabbau und zur Stressbewältigung verwendet werden, um die Faktoren in den Griff zu bekommen.

      • selbst etwas gegen das Knirschen tun
      • Selbstbeobachtung oder Biofeedback kann beim abtrainieren helfen
      • Entspannung ist der Schlüssel zum Erfolg

      Hausmittel gegen Zähneknirschen - Entspannung und Ruhe helfen beim Problem

      Hausmittel können ja bekanntlich Wunder vollbringen und auch beim Zähneknirschen gibt es das ein oder andere Hausmittel, dass bei der Vermeidung dieser Angewohnheit helfen kann. Ein wichtiger Faktor ist die Vermeidung von Alkohol, Nikotin und Kaffee, da Genussmittel das Risiko für Bruxismus fördern können. Beruhigende Tees, Kiefermassagen oder warme Kompressen können ebenfalls dazu beitragen den Stress abzuschütteln, die Muskeln zu entspannen und das Knirschen nicht entstehen zu lassen. Auch bestimmte Dehnübungen des Kiefer- Hals- & Nackenbereiches Tagsüber und Abends können zur Entspannung beitragen und das Knirschen vermeiden.

      Tipp! Kaugummi kauen strapaziert den Kiefer und die Muskulatur zusätzlich und kann zu Verspannungen in diesen Bereichen führen. Zudem gilt Kaugummi kauen als Risikofaktor, da diese Gewohnheit im Schlaf weitergeführt werden könnte!

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      Invisalign hilft gegen Knirschprobleme - schöne Zähne und kein Knirschen mehr!

      Eine Behandlung mit Invisalign Schienen kann dabei helfen, das Knirschen ab zu trainieren. Die Schiene wird im Zuge der Zahnbegradigung täglich für mindestens 22 Stunden getragen, also sowohl tagsüber als auch nachts. Die Invisalign Schiene hat zwar nicht den primären Zweck das Knirschen zu verhindern, jedoch wirkt sie ähnlich wie eine Knirschschiene. Die Patienten können auch auf ihr nicht Knirschen und vermeiden somit weitere Zahnschädigungen. Dieser Aspekt ist dabei nur einer von vielen Vorteilen der Invisalign Behandlung und bringt schöne Nebeneffekte mit sich.

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